Autoklaven, Sterilisatoren & Heißluftsterilisatoren

Heutzutage ist Sauberkeit und Hygiene wichtiger als je zuvor. Die Einhaltung hoher Hygienestandards ist nicht nur in Arzt- oder Zahnarztpraxen von hoher Bedeutung, auch Piercing-, Tätowier- und Kosmetikstudios müssen den speziellen Anforderungen gerecht werden. Hygiene und Sauberkeit tragen darüber hinaus maßgeblich zur Zufriedenheit und zum Sicherheitsgefühl von Patienten und Kunden bei.

Abgesehen von dem engen menschlichen Kontakt haben die oben genannten Einrichtungen gemeinsam, dass nicht immer sterile Einmalprodukte verwendet werden können. Daher wird auf wiederverwendbare Instrumente und Geräte zurückgegriffen. Je nach Behandlungsart kann auch die Kontinuität der Haut unterbrochen werden, wodurch die Instrumente nicht nur mit intakter Haut in Berührung kommen. Daher hat eine korrekte Aufbereitung dieser Instrumente zur Vermeidung von Infektionen höchste Priorität. Das Ziel ist es, möglichst keimfreie Produkte zu erhalten. Dazu ist eine adäquate Sterilisation erforderlich. Die meisten Sterilisatoren arbeiten mit sehr hohen Temperaturen sowie Dampf oder Druck, um Keime zu bekämpfen.
Wasser - Destilliergerät max. 4 Liter
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Teststreifen für Autoklaven Pack 250 Stück
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Autoklav-Selbstklebebeutel 90x230 mm - 200 Stck
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Autoklav-Selbstklebebeutel 140x250 mm - 200 Stck
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Heißluft - Sterilisator HOT-DRY 1.5 Liter
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Heißluft - Sterilisator HOT-DRY 7.0 Liter
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Heißluft - Sterilisator HOT-DRY 22.0 Liter
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Ultraschallreinigungsgerät 0.8 Liter
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Ultraschallreinigungsgerät 0.5L
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Ultraschallreinigungsgerät Fassungsvermögen 2,5 L
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Die richtige Aufbereitung
 
- Laut Definition dient die Sterilisation der Vernichtung aller Formen von Mikroorganismen einschließlich ihrer Sporenformen. Ein steriles Instrument ist somit keimfrei und für den menschlichen Körper völlig sicher. Um dies jedoch gewährleisten zu können, ist eine korrekte Vorbereitung sowie die richtige Auswahl und Durchführung des Sterilisationsverfahrens notwendig.
- Laut der Anforderungen zur korrekten Aufbereitung wiederverwendbarer Instrumente müssen diese zunächst gereinigt und getrocknet werden. Dies dient dazu, grobe Verschmutzungen abzuwaschen. Anschließend muss das aufzubereitende Instrument desinfiziert werden und idealerweise in eine geeignete Sterilisationsverpackung gesteckt werden. Dann kann die Sterilisation beginnen.
- Je nach Art der zu sterilisierenden Geräte und Größe der Einrichtung stehen verschiedene Typen von Sterilisatoren zur Verfügung. Am weitesten verbreitet sind heutzutage Autoklaven und Heißluftsterilisatoren. Diese kommen in medizinischen, aber auch kosmetischen Einrichtungen zum Einsatz.

Autoklaven

1. Funktionsweise
- Autoklaven nutzen feuchte Hitze zur Sterilisation. Daher werden diese auch Dampfsterilisatoren genannt. Im inneren des Geräts werden mithilfe von hohem Druck, einer konstant hohen Temperatur und der Kondensation von Wasserdampf Mikroorganismen abgetötet.
- Dabei korrelieren Druck, Temperatur und Dauer der Sterilisation. Üblicherweise arbeiten Dampfsterilisatoren mit Temperaturen zwischen 110 °C und 140 °C. Je geringer die Temperatur, desto länger dauert der Sterilisationsprozess.

2. Klassifizierungen
Autoklaven sind in verschiedenen Klassen erhältlich. Welche Klasse die geeignetste ist, hängt maßgeblich von der Art der zu sterilisierenden Produkte und der Größe der Praxis ab. Man unterscheidet zwischen drei Grundklassen.

- Klasse N:
Die niedrigste Klasse dieser Sterilisatoren ist die Klasse N. Diese Klasse ist ausreichend, um einfache Instrumente aus robusten Materialien aufzubereiten. Hohle, poröse oder verpackte Gegenstände lassen sich aufgrund der fehlenden Vakuumpumpe nicht mit diesen Geräten autoklavieren.

- Klasse S:
Die mittlere Klasse der Autoklaven genügt auch zur Sterilisation komplexerer Instrumente. Im Gegensatz zur Klasse N können mit diesen Maschinen auch verpackte Instrumente aufbereitet werden. Darüber hinaus verfügen diese über eine Vakuumpumpe. Durch die Verwendung eines einstufigen Vorvakuums ist es nicht möglich die Kammer vollkommen zu entlüften. Dennoch ist ein Gerät der Klasse S vollkommen ausreichend für medizinische oder kosmetische Einrichtungen, die keine komplexen oder hohlen Werkzeuge verwenden. Dazu zählen beispielsweise Hausarztpraxen sowie Tätowier- oder Kosmetikstudios.

- Klasse B:
Die höchste derzeit erhältliche Klasse der Autoklaven ist die Klasse B. Diese werden fast ausschließlich im medizinischen Kontext angewendet und daher auch als „medizinische Autoklaven“ bezeichnet. Sie können alle Arten von Instrumenten sterilisieren, sowohl verpackte als auch unverpackte. Auch Geräte mit komplexen Bauweisen wie hohle und poröse Geräte können mit diesen Sterilisatoren aufbereitet werden. Nur in den Geräten dieser Klasse können Instrumente wie Katheter, Nadeln und Endoskope effektiv sterilisiert werden. Dies ist möglich, da die Aufbereitungsgeräte dieser Klasse mit einem fraktionierten Vorvakuum arbeiten, das eine vollständige Entlüftung und freie Dampfdurchdringung ermöglicht. Dies ist die effektivste Technik, die derzeit auf dem Markt erhältlich ist.

3. Anwendungsgebiet
 
  • In einem Dampfsterilisator können kosmetische, chirurgische, aber auch zahnärztliche Instrumente sterilisiert werden. Jedoch können nicht alle Materialien mittels dieses Sterilisationsverfahrens aufbereitet werden. Die Produkte müssen für dieses Verfahren und die angewandten Temperaturen zugelassen sein. Während in Dienstleistungsbetrieben auch auf günstigere Verfahren zurückgegriffen wird, werden im medizinischen Bereich heutzutage vorwiegend Autoklaven verwendet.
  • Die auf dem Markt erhältlichen Geräte unterscheiden sich in ihren Kapazitäten. In Kosmetiksalons kommen meist kleinere Maschinen zum Einsatz. Diese haben ein Fassungsvermögen von circa 8 Litern. Durch ihre kleinen Abmessungen finden sie in jeder Dienstleistungseinrichtung Platz. Sterilisatoren mit einem größeren Fassungsvermögen, wie beispielweise 18 oder 23 Liter, werden in größeren Einrichtungen oder Arztpraxen eingesetzt.
  • Zudem sind die meisten Geräte mit USB-Schnittstellen oder Speicherkarten ausgestattet. Auf diesen werden alle Parameter zu jedem Sterilisationsprozess automatisch gespeichert und in elektronischer Form archiviert. Auf diese kann man über einen Computer zugreifen und sie nach Bedarf ausdrucken.

Heißluftsterilisatoren

1. Funktionsweise
- Die Temperaturen in Heißluftsterilisatoren sind im Vergleich zu Autoklaven um ein Vielfaches höher. Außerdem ist die Dauer der Sterilisation um einiges länger. Dies liegt an den unterschiedlichen physikalischen Prozessen, welche zur Abtötung von Keimen genutzt werden.
- Im Gegensatz zu Autoklaven nutzen Heißluftsterilisatoren ausschließlich trockene Hitze zur Sterilisation. Aufgrund der geringeren Wärmekapazität des trocknen Klimas kommen sehr hohe Temperaturen von 180 °C bis 250 °C zur Anwendung.
- Die heiße Luft kann dabei in kleinste Hohlräume eindringen, welche anders schwer erreichbar wären. Um eine vollständige Abtötung der Keime garantieren zu können, müssen diese Temperaturen mindestens 30 Minuten aufrechterhalten werden.

2. Klassifizierungen
Bei Heißluftsterilisatoren unterscheidet man nicht zwischen unterschiedlichen Klassen. Sie sind immer identisch in ihrer Wirkweise und ihrem Anwendungsgebiet.

3. Anwendungsgebiet
 
  • Aufgrund der Hitzeresistenz einiger Bakterien und Sporen arbeitet die Heißluftsterilisation mit sehr hohen Temperaturen, um diese vollständig abzutöten.
  • Der Nachteil ist jedoch, dass nicht alle Materialien für eine Sterilisation bei diesen Temperaturen geeignet sind. Hitzebeständig sind beispielsweise Instrumente aus Metall oder Glas. Wenn diese Plastikbestandteil aufweisen, können sie jedoch nicht auf diese Art sterilisiert werden.
  • Gleichzeitig ist diese Art der Sterilisatoren gegenüber anderen sehr kostengünstig und unkompliziert in der Anwendung. Heißluftsterilisatoren kommen daher vorwiegend in Betrieben, die körpernahe Dienstleistungen anbieten, zum Einsatz. Beispielsweise findet man diese häufig in Kosmetikstudios. Im medizinischen Bereich kommen sie nur noch selten vor.